„Versöhnen statt spalten“ war die entscheidende Devise des im Januar 2006 verstorbenen ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. Sein Name steht für eine humane, sozial orientierte und in jeder Hinsicht Grenzen überschreitende Politik, deren Wurzeln im christlichen Glauben ruhen. Diese Ideen gehören auch zum Leitbild der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte, deren Arbeit Johannes Rau von Anfang an befürwortet und begleitet hat. Ohne seine Unterstützung und damit die des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen gäbe es dieses Haus heute nicht.
Seit dem 1. September 2006 ist der Name von Johannes Rau fest mit der IBB Minsk verbunden. Der Vorschlag, die IBB in IBB "Johannes Rau" Minsk umzubenennen, wurde vom stellvertretenden belarussischen Außenminister auf der Minsker Trauerfeier für den Altbundespräsidenten unterbreitet und nach Zustimmung durch Frau Christina Rau der IBB verliehen. Für die IBB Minsk ist dies eine große Ehre und Verpflichtung, sich weiterhin für Versöhnung und Verständigung zwischen Belarussen und Deutschen im gemeinsamen Haus Europa einzusetzen.
|
1931
|
Geboren am 16. Januar in Wuppertal
|
|
1958-1999
|
Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen |
|
1965-1999
|
Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland |
|
1969-1970
|
Oberbürgermeister in Wuppertal |
|
1970-1978
|
Minister für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen |
|
1978-1998
|
Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen |
|
1982-1983
|
Präsident des Bundesrates |
|
1994-1995
|
Präsident des Bundesrates |
|
1999-2004
|
Bundespräsident
|
|
2006
|
Johannes Rau stirbt am 27. Januar in Berlin |


